Foto:Das Foto vermittelt die Aufgaben der Logopädie

Die Logopädie

Dank Sprache integrieren

Der Begriff Logopädie leitet sich von den griechischen Wörtern „logos“ (das Wort) und „pädeuein“ (erziehen) ab. Die Logopädie in der Frühförderung beschäftigt sich mit Kindern, die durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder auditive Wahrnehmungsstörung in Ihrer Kommunikationsfähigkeit (verbal/non-verbal) eingeschränkt sind.
Wenn sich ein Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen sprachlich nur eingeschränkt mitteilen kann, wenig oder ungern spricht und verschiedene laute noch nicht oder noch nicht richtig bilden kann oder wenn der aktive Wortschatz im Alter von zwei Jahren weniger als 50 Wörter umfasst, sollte das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung gefördert werden.

Logopädie erhalten u.a. Kinder mit

  • Störungen der Artikulation (z.B. Lispeln oder Ersetzung von lauten wie z.B. Tanne statt Kanne)
  • Störungen des Satzbaus (z. B. fehlerhafte Anordnung der Satzglieder) und/oder der Grammatik
  • Eingeschränktem passiven und/oder aktiven Wortschatz
  • Störungen im Sprachverständnis
  • Störungen der auditiven Wahrnehmung oder Verarbeitung (z.B. Probleme bei der Aufmerksamkeit, dem Zuhören, dem Unterscheiden von Geräuschen, Merken von Zahlen- oder Wortfolgen)
  • Sprachentwicklungsverzögerungen/Sprachentwicklungsstörungen
  • Schluckstörung oder Mund-/Ess-/Trinkstörung
  • Redeflussstörung (Stottern, Poltern)
  • Stimmstörung (z. B. heisere Stimme), Rhinophonie und Rhinolalie (Näseln)
  • Sprechstörung bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

Ziele der Logopädie

Langfristiges Ziel der Logopädie ist es, zusammen mit den Ärzten, den Therapeuten und den Pädagogen die genannten Auffälligkeiten / Störungsbllder zu beheben oder zu verbessern, um die soziale Integration zu erleichtern und die Lebensqualität zu erhöhen,

Spezifische Ziele sind u.a.:

  • Kräftigung der orofacialen Muskulatur (Gesichtsmuskulatur) als muskuläre Voraussetzung für das Sprechen
  • Verbesserung der Ess- und Trinkleistungen
  • Unterstützung beim Lauterwerb, der Lautanbahnung zur besseren Verständlichkeit
  • Verbesserung der Artikulation, Abbau der Artikulationsfehler
  • Erweiterung des passiven und/oder aktiven Wortschatzes
  • Verbesserung der grammatikalischen Fähigkeiten sowie Erweiterung des Satzbaus
  • Verbesserung der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung, Erweiterung der seriellen Hörmerkspanne
  • Abbau der Sprachentwicklungsverzögerungen/Sprachentwicklungsstörungen
  • Erlernen von unterstützter Kommunikation zur Erweiterung der Mitteilungsmöglichkeiten (Verbesserung der kommunikativ-pragmatischen Fähigkeiten)
  • Verbesserung des Redeflusses (Verbesserung des Sprechtempos)
  • Abbau der Stimmstörungen (Verbesserung der Atmung oder Atemfunktion)
  • Verbesserung der Gestik, Mimik und Körperhaltung
  • Elternberatung (sprachförderndes Kommunikationsverhalten, Anleitung zum häuslichen Üben)

Förderbereiche und Therapiemethoden

Die logopädische Therapie orientiert sich an der Entwicklung des Kindes und baut die Förderung auf der Diagnostik und Befragung der Eltern auf. Die Therapie wird im Rahmen der Erfahrungswelt des Kindes spielerisch umgesetzt. Wichtiger Bestandteil der Logopädie ist die Elternarbeit. Die Eltern werden aktiv in die Therapie miteinbezogen und dazu angeleitet, Therapieinhalte im Alltag umzusetzen. Ein enger Austausch mit der Umgebung des Kindes (u.a. Eltern, Großeltern, Kindergarten, Therapeuten, Ärzten) findet regelmäßig statt, um eine optimale und aktuelle Förderung zu gewährleisten.

Angewandte Methoden in der Logopädie sind:

  • Artikulationstherapie
  • Myofunktionelle Therapie
  • Mund-, Ess- und Trinktherapie nach Castillo Morales
  • Stotter-/Poltertherapie
  • Stimmtherapie
  • Entspannungstraining
  • Unterstützte Kommunikation

 

 

 

 

 

 

 

 

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