Foto:Das Foto zeigt die Aufgabe in der Ergotherapie

Die Ergotherapie

Spüren - Begreifen - Handeln

Der Begriff Ergotherapie leitet sich vom griechischen Wort "ergon" ab und bedeutet "Arbeit, Aktivität, Werk, Tat, Leistung". Sie ist eine aktive Behandlungsmethode, denn der Patient wird dazu aufgefordert, unter Anleitung überwiegend selbst zu handeln.

Sinnvoll ist die Ergotherapie bei Kindern mit

  • Körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsverzögerungen
  • Störungen der Grob- und Feinmotorik
  • Störungen der sensorischen Integration
  • Körperlichen und geistigen Behinderungen

Ziele der Ergotherapie

Die ergotherapeutische Diagnostik und die Ziele der Behandlung werden gemeinsam mit den Eltern und dem verordnenden Arzt erarbeitet und besprochen. Langfristige Ziele sind das Erreichen größtmöglicher Selbstständigkeit in allen Bereichen des täglichen Lebens, die Entwicklung und Verbesserung der Grob- und Feinmotorik, der Koordination. der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen und die Vermeidung von Sekundärstörungen.

Förderbereiche und Therapiemethoden

Die Ergotherapie ist eine ganzheitlich orientierte Therapie. d.h. das Kind wird in seiner gesamten Entwicklung betrachtet, in der sozialen, emotionalen, körperlichen und geistigen Entwicklung.
Die Therapie ist spielerisch, alltags- und handlungsorientiert, damit das Kind das Erlebte auch auf andere Lebenssituationen übertragen kann.

Inhalte der Behandlung sind z. B.:

  • Verrichtungen des täglichen Lebens
  • Bewegung
  • Spiel
  • Handwerkliche Tätigkeiten

Die Elternarbeit ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Therapie. Die Eltern werden aktiv in die Förderung mit einbezogen und angeleitet, um Therapieinhalte entsprechend In den Alltag umzusetzen. Auch zu anderen wichtigen Bezugspersonen des Kindes wird in Absprache Kontakt aufgenommen, sodass auch mit dem Kindergarten oder anderen Einrichtungen, die das Kind besucht, ein regelmäßiger Austausch besteht.

Folgende Methoden werden in der Ergotherapie angewendet:

  • Sensorische Integrationstherapie
  • Fein- und graphomotorische Förderung
  • Visuelles Wahrnehmungstraining
  • Basale Stimulation
  • Verschiedene Konzentrationstrainings
  • Selbstständigkeitstraining
  • Cranio-Sacrale Körperarbeit

Im pädiatrischen Bereich dient die sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres schwerpunktmäßig als Basis für alle weiteren Therapiemethoden. Sie beruht auf entwicklungsneurologischen Grundlagen. Sensorische Integration bedeutet, Reize - die aus der Umwelt oder unserem Körper auf uns einwirken - wahrzunehmen, zu verarbeiten und entsprechend darauf reagieren zu können. Wir erhalten nicht nur Informationen über unsere Augen (Sehsinn), die Ohren (Hörsinn), die Nase (Geruchssinn) und die Zunge (Geschmacksinn), sondern auch Ober Berührung (Tastsinn). Bewegung, Schwerkraft und Körperstellung (propriozeptives und vestibuläres System). Eine zielgerichtet und geplante Handlung kann also nur gut funktionieren, wenn im zentralen Nervensystem (ZNS) eine gute Sinnesverarbeitung stattgefunden hat.
Bei der sensorischen Integrationstherapie unterstützt man das Kind, seinen Körper und seine Umwelt zu begreifen, um adäquat auf einwirkende Reize reagieren zu können. Die Therapie gestaltet sich sehr spielerisch, um somit eine größere Motivation beim Kind zu erreichen, sodass auch die Lernerfolge verbessert sind. In der Therapie werden Handlungs- und Bewegungsangebote, die auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sind, gezielt eingesetzt. Ober verschiedene Medien (wie z.B. Hängematte, Schaukel, Rollbrett, Kletterwand), aber auch handwerkliche Angebote (wie z.B. Ton- und Holzarbeiten, bildnerisches Gestalten) erhält das Kind die Möglichkeit eine Fülle an Sinneserfahrungen zu sammeln und diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen, vor allem aber im vestibulären, propriozeptiven und taktilen Bereich. Das Kind soll In der Entwicklung seiner Selbstständigkeit und seines Selbstbewusstseins unterstützt werden. Die Therapie ist dem Individuellen Entwicklungsstand des Kindes angepasst, setzt an seinen Stärken an und richtet sich nach dessen Bedürfnissen

 

 

 

 

 

 

 

 

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